English version a bit further below
Ich hab nen Kletterpartner in Trabzon gefunden, jedoch war er schon auf ner Tour. Um ihn zu erreichen musste ich in 24h von Kayseri nach Trabzon kurven, d.h. durch die halbe Türkei. Einige Hundert Kilometer. Ich war ziemlich müde und schlief ausserhalb eines Dorfes names “Zara”. Es war ne recht windige Nacht und in meiner ungeschützten Hängematte wurde es recht kalt. Aber Kälte und Wind hat auch seine Vorteile – keine Mücken. Sobald ich die ersten Sonnenstrahlen erblickte schmiss ich mich wieder auf mein Bike. Ich hatte von da aus zwei Möglichkeiten um wieder an die Küste vom Schwarzen Meer zu kommen. Eine kürzere und eine längere Strecke. Die kürzere passierte einen Pass von 2200m und die längere blieb unter 1500m. Ich entschied mich für die kürzere und wie so üblich. Meine Abkürzung dauerte länger.
Ich fuhr über die Bergstrasse, es lief anfangs alles ganz gut bis ich die Passhöhe überquert hatte. Zuerst kam Nieselregen welcher sich dann schnell zu richtig stechendem Regen und Nebel entwickelte. Es war schweine Kalt und diese Bedigungen wie auch die Strasse zwangen mich mein Fahrstiel stark zu drosseln.
Für meine Abkürzung von 100km hatte ich mehr als 3 Stunden. Als ich das erste grössere Dorf erreichte beschloss ich nen Frühstück zu mir zu nehmen. Ich stieg durchgefroren vom Bike und war praktisch unfähig zu gehen.
Nach einigen Minuten mit Schwarztee und Türkischem Gebäck lies sich dann auch die Sonne wieder blicken. Ich trocknete ein wenig und war wieder fähig weiterzufahren.
Nach einigen Kilometern stellte ich fest dass diese Seite des Berges einiges mehr von dem schlechten Wetter abbekommen hat. Das Tal hat einen ordentlichen Sturm abgekriegt. An vielen Plätzen war die Strasse überflutet, und ganze Strassenteile waren mit Erdrutschen oder riesigen Steinen bedeckt. Die Dörfer wurden auch ned verschont, die Leute waren daran die Strassen und Erdgeschosse von all dem Dreck zu befreien.
Dem Verkehr, und der betrifft mich auch, ging es nicht viel besser. Die Strasse vom Tal raus war blockiert von einem Fluss welcher sich nun den Weg darüber bahnte.
Der Umweg um aus dem Tal zu kommen führte über eine einspurige Dreck Strasse wo sich alle Leute in beiden Richtungen reingequetscht hatten.
Mir schien als waren auch die Maschinen Gewehre der Gendarmerie, welche das Problem zu lösen versuchte, keine grosse Hilfe. War echt lustig zu schauen wie die Leute das Problem angingen. Alles lief ziemlich langsam. Aber mir war das egal, ich erreichte meinen Kletterpartner so oder so ned. Konnte das Dorf in dem er sich befand nicht finden.
(befand sich nicht in Google Earth und auch ned in meiner Karte)

I found a climbing partner in Trabzon, but he already was on a tour. To catch up with him I had to drive in one day from Kayseri to Trabzon. Just a few hundred km. I was quite tired and decided to sleep a few km out of a town called Zara. It was quite a windy night and in my unprotected hang-mat was it quite cool. I got back on the bike as soon as the sun woke me up.
There were two ways to get to the black sea cost. A shorter and a longer one. The shorter went over a pass of 2200m and the longer doesn’t went over 1500m. I decided to take the shorter way. It went the usual way – my short cut was a long one.
I rode over the mountain path and as soon as I got to the other side it was cloudy and started to drizzle. The drizzle moved quite fast to rain and fog. It was freezing cold and because of the mountain road and the mist I had to ride quite slow.
The “short cut” was 100km long, I had about 3 hours for it. When I reached the first bigger village I went for breakfast. I stumbled off the bike, my clothes were soaked and I was frozen thorough and hardly able to walk.
The clouds were getting thin and the sun came through. After a big chai and some nice bread thing I was able to moved on again. Soon I realized that the weather was much worse there before. The valley has got hit by a storm. At many places the road was flooded, whole parts of the way was blocked by earth or big stones. The villages were hit by the floods as well. Many people were at work to remove all the mud in the streets and ground floors.
I and many others had to turn around because a river which went over the street was blocking the way. Instead of the big usual road the traffic tried to press through a mud street which was only thought for one line not two. And the machine guns of the gendarmery who tried to sort the whole thing out were of no help, I guess. It was kinda funny to watch the people there proceed. Everything worked pretty slow. But it did not matter because I couldn’t catch my friend anyway. I was unable to find the village he told me. (Google Earth and my map had no real idea about it.)



