English version a bit further below,…
Ein Lob auf mein Bike! Suzuki hat wirklich was brauchbares produziert!
Mein erster Trip in die Berge von Georgien sollte nach Mestia führen, ich beschloss die östliche Strasse zu nehmen und über die Strasse im Westen zurück zu fahren. Ich wusste dass die Strasse schlecht sein würde, und ich hätte mich vielleicht auch darüber wundern sollen warum die Matshutkas (Die Ford Transit Taxis welche die Leute in die Dörfer bringen) alle über den westlichen Weg nach Mestia fahren. Denn die fahren fast überall mit den Dingern. Nach den ersten 60 km stellte ich fest dass es am Tag vorher geregnet haben muss. Aber es braucht mehr als ein paar Bäche und Pfützen um mich davon abzuhalten ein Weg zu fahren. Ich gewöhnte ich schnell daran Slalom um die grossen Pfützen zu fahren und meine Beine rauszuhalten um das Gleichgewicht zu behalten, wie mans in den Motocross Rennen üblicherweise sieht.
Trotz den Strapatzen die meine Suzuki und ich auf uns nehmen mussten, konnte ich uns irgendwann nicht mehr weiter bringen. Wir waren ca. 10 bis 15 km von Ushguli entfernt und der Weg wurde zu sowas wie einem Wanderweg. Jeder Meter ohne Grobstoller wurde zu harter Arbeit. Die zweite Problematik war das Benzin. Ich schätzte dass ich mit dem Reserve Tank von 5 Liter die letzte Tankstelle erreichen könnte, aber es würde knapp werden. Würd ich zu einem späteren Zeitpunkt umkehren würd ich die Tankstelle nie und nimmer erreichen. Ich war am Fusse des Berges Ailama (4,525m) und hatte das ganze Taal für mich alleine. Ich wanderte ein wenig und schlug am Abend mein Camp in mitten von Ruinen auf. Wie so üblich wenn ich draussen übernachte, hatte ich eher einen leichten Schlaf. Als ich am morgen um 5 aufwachte hatte sich ein Meer von Wolken über den vorgehend sternenklaren Himmel gezogen.
Ich wusste das ich nie und nimmer den Weg in Regen fahren konnte, packte mein Zeugs zügig und machte mich vom Acker.

Auf meiner Fahrt zurück zu besseren Strassen fuhr ich teilweise satteltief in Wasser. In einer dieser grossen Pfützen verweilt wohl nun auch mein Nummernschild. Ich fuhr 120km um es zu suchen – ohne Erfolg. Naja, RIP
Zurück in der Türkei hab ich mir wieder eins “besorgt”. :)


Eine Woche später brachte uns eine Mashutka nach Mestia, logischerweise über die andere Strasse. Es war kein Vergleich, dennoch konnten wir die Fahrt nicht wirklich geniessen. Unter unseren Sitzen befanden sich zwei undichte Reserve Kanister Diesel. Die Dämpfe machten einem Wirr, zumindest mich, und ich hatte mühe zu denken.
Als ich mein Befinden mit dem Typen verglich, welcher in Hannibal Lectors Filmen sein eigenes Hirn zu essen kriegt, bevorzugte sich eine deutsche Mitreisende vor Abscheu nicht mehr mit mir zu unterhalten. ;)
Wir (Ich und meine zwei super Couchsurfing Hosts von Kaiseri!) besuchten einen Kletterevent, eigentlich ein Memorial von einem berühmten georgischen Kletterer aus der Region. Was wir nicht wussten ist, dass dieses Memorial ein Speed Climbing Veranstaltung war. Da in Georgien kein Geld für künstliche Kletterwände vorhanden ist, werden solche Wettkämpfe draussen abgehalten. Dafür wurden zwei Routen, welche ca. den selben Schwierigkeitsgrad besitzten, ausgewählt. Während des Zweikampfes wird die Zeit gemessen und folgend die Plätze bzw. Routen getauscht.
Es war super einen solchen Event in einem Dorf mitten im Nirgendwo zu sehen. Aber die Community war super. Falls du/ihr/wer auch immer jemals nach Georgien kommst, versucht einem solchen Abend vor dem Feuer beizuwohnen. Die Georgier haben die Tradition vor dem Feuer zu singen, und sie habens wirklich drauf, mehrstimmige Chore. Beeinduckend. Ich würd sagen einer der speziellsten Abende welche ich auf meiner Reise geniessen durfte.
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Praise my bike! Suzuki has done a great job!
On my first trip into the mountains of Georgia I planned to go on the east road from Kaiseri to Mestia. I knew the road would be bad, but at least it was a road. That was what I thought. I should have wondered about the reason why all the matshutkas (the ford transit buses, with which they bring the people from and to the villages in this country) are taking east way to Mestia, although it is the further way.
After the first 60 km I realized that it must have been raining a day before. But it takes more than small streams and puddles over the road of keeping me from passing.
I already got used to slalom around the puddles and put out my legs to gain balance like the riders in motocross races usually do.
Despite the efforts of my bike and me I decided to press it no further. I could have gone further but the last 10 to 15 km to Ushguli became something like a hiking way and every meter to ride with a bike without “cleat tires” was hard work. And the other thing was that I had no idea how far my benzin will take me. I estimated to get back to the last gasoline station with my spare tank but it will be tight and if I rode further and would have to turn around it would not be enough, no chance. I hiked a little and camped in an empty mountain valley with nice view to the mountain Ailama (4,525m).
I was all alone, amazing silence I enjoyed a night watching the stars next to a big fire I made. If I camp somewhere outside I usually have a light sleep. I awoke at about 5 in the morning and it was cloudy. There was no chance to ride back the same road in the rain, so I packed as fast as I could and jumped on my bike to get back to better roads.
During the morning the weather got better but the road was still shit. I only seen one kind of car going this road and if you know Georgia a little than you can guess what brand.
On my way back I rode one time sattle deep in water. And I guess in one of those big water puddles you find now as well my number plate. I drove 120km to look for it, I couldn’t find. RIP.
Nevermind, back in Turkey I already got a new one. :)
A week later we took the mashutka to Mestia, over the other road. This road was nothing compared to the one I rode with my bike. But anyway, the trip could have been nicer, underneath our seats were to spare tank of gasoline, which wore leaking. It made you dizzy and you couldn’t think straight anymore. I disappointed a german girl in the bus by telling her that I felt like the guy in this hannibal lector movie, where he gets to eat his own brain. ;)
We went to a climbing event, a memorial to a famous georgian climber. What I didn’t know was that this memorial was a speed climbing event. Since there is no money for artificial walls in Georgia they held the competition outside and used two tracks which were more or less in the same kind of difficulty. They took the time while two climbers speed up the tracks against each other. To keep it fair they switched places afterward.
It was amazing to see a event like this being held in a mountain village in the middle of nowhere. But the community was nice. And if you ever get to Georgia, try to get into a Georgian community spending the night in front of a fire. They have the tradition to sing amazing songs in different pitches, and it sounds great.
Up to now for sure one of the most special evenings I had in my whole trip.

